Wir wollen das Sommerwetter und die damit verbundene Vorerwärmung des Körpers dazu zu nutzen um mal ganz entspannt tiefer in die Flexibilitätspraxis einzutauchen.
Das Stichwort ist Yin -Yoga

Während wir im dynamischen Yoga den Fokus auf die Muskulatur setzen und eher aktiv sind, sind wir im Yin-Yoga passiv. Der Fokus liegt hierbei auf den tieferen Schichten des Körpers wie Bindegewebe und Faszien. Diese werden im dynamischen Yoga oft nicht so richtig erreicht.
Einen großen Teil der Zeit verbringen wir recht gemütlich sitzend und liegend unten auf der Matte und machen eigentlich nicht viel – vielleicht sogar fast gar nichts! Trotzdem werden das zwei sehr intensive Stunden in denen wir diverse einfache Positionen einnehmen um nach und nach einen großen Teil der Strukturen des Bewegungsapparates zu dehnen.
Ihr werdet unmittelbar erfahren, wie wichtig loslassen, passiv bleiben und entspannen auch für die dynamische Yogapraxis ist.
Dieser Workshop will ein Einstieg sein um passive Yogaübungen in das tägliche Leben zu integrieren. Weitere Workshops zur Vertiefung werden folgen.
Teilnehmen kann jeder der schon mal Yoga gemacht hat.

SO 28.07.2019

14:30- 16:30 UHR

PREIS 30.- EURO

ANMELDUNG UND FRAGEN UNTER
info@yojoyoga-hamburg.de

Asana Lab

10. Juni 2019

Kleine Expedition zu den bekanntesten Asanas im Yoga.
Dieser Workshop ist für alle Level geeignet.

In geführten Yogakursen turnt der Lehrer einzelne Asanas vor oder erklärt sie mit Worten und Ihr versucht diese nachzuahmen.
In den Mysore Stunden beim Ashtanga Yoga übt ihr jeden Tag bestimmte Asanas und trotz liebevoller Korrektur Eures Lehrers schleifen sich „Eigenheiten“ in Eure Praxis ein.

Wie oft habt Ihr Euch beim Yoga üben bei einzelnen Asanas immer mal wieder gefragt ob das gesund und anatomisch richtig ist, was ihr da macht.
Vielleicht fühlte sich die ein oder andere Asana im Nachhinein gar nicht gut an.

Wie oft habt Ihr Euch gefragt, was will diese oder jene komische Asana von mir, warum mache ich das überhaupt.

Diese und andere Fragen wollen wir mit Euch in diesem Workshop klären.

Dieser Workshop ist für alle Yogis und Yoginis, die ein tieferes Verständnis für die immer wieder vorkommenden üblichen Asanas bekommen wollen, dafür müsst Ihr keine Ashtanga Yogis sein, denn Uttanasana, Trikonasana, Virabhadrasana, Parvsakonasana, Paschimottanasana um nur ein paar Asanas zu nennen, kommen auch in allen anderen Yogatraditionen vor.
Tu Dir was Gutes und richte Dich neu aus, für Deine tiefere, gesündere, anatomisch sinnvollere Praxis.
Der Kurs ist auf maximal 10 Teilnehmer begrenzt.

Sonntag 16.06.2019
14:00 bis 16:30 Uhr
Kosten 30,-€

Wir freuen uns auf euch und Eure Fragen.

Wir alle sehen uns auf youtube immer wieder gerne
Videos von Yogis an für die beim üben die Schwerkraft nicht zu gelten scheint.
Irgendwie sieht unsere Praxis so ganz anders aus.
Bei uns scheint die Schwerkraft viel intensiver zu wirken als bei den Yogis und Yoginis auf youtube.

Vielleicht machen unsere Vorbilder einfach neben ihrer Yogapraxis ein paar extra Übungen.
Kino MC Gregor nennt diese Übungen übrigens „YOGADRILLS“
Schon der Name verrät, es geht hier nicht um klassische Yogübungen und diese Übungen sind herausfordernd.
Um sich auf diese Übungen einzulassen müsst ihr keine erfahrenen Yogis sein, ihr müsst noch nicht einmal flexibel sein.
Ein bißchen Spaß an der Anstrengung außerhalb der Komfortzone hilft auf jeden Fall.

In diesem 90 min Workshop werden uns mit wir diversen Übungen für eine stabile Körpermitte und kräftige Schultern beschäftigen.
Mit diesen Übungen werdet ihr früher oder später die
Schwerkraft überwinden.

Bitte bringt ein kleines Handtuch mit

Sonntag 17.03.2019
14:30-16:00 Uhr oder länger, je nach Kraft der Teilnehmer ;-))
Preis 30,-€

Anfang 2018 wurde eine unserer sehr erfahrenen Schülerinnen Schwanger.

Johanna praktiziert nicht nur seit Jahren Ashtanga bis in die zweite Serie, sie ist auch Ärztin.
Wir Inhaber von YOJO Yoga sind als Männer nicht gerade prädestiniert fachlich sinnvoll etwas zum Thema Yoga in der Schwangerschaft beizutragen.
Wir haben beide keine Kinder, sodass noch nicht einmal das gefährliche Halbwissen einer Co-Schwangerschaft zum Tragen kommen konnte.

Vielleicht auch besser so.

Wir haben gar nicht erst versucht sinnvolle/ unsinnige Ratschläge auf einem Gebiet zu erteilen, von dem wir keine Ahnung hatten.

ABER!

Wir, in diesem Fall Holger, denn er kennt Johanna und ihre Praxis als ihr Lehrer besser ( ganz im Sinne des klassischen Lehrens im Yoga haben auch unsere Schüler zu dem ein oder anderen Lehrer eine engere Bindung und das ist auch gut so) hat Johanna immer wieder in ihrer Praxis hinterfragt und sie ermuntert ganz genau auf sich zu hören. Sorry Johanna, ich kann mir denken, dass war im Anfang etwas nervig.
Wobei Johanna wusste, das konnte man jedem Moment sehen, genau was sie tat.

Wie heißt es so schön Schwangerschaft ist keine Krankheit.
Genau nach dem Motto hat Johanna bei uns geübt.

Ich gebe zu, von außen betrachtet schienen viele Asanas die Johanna auch hochschwanger noch ausführte speziell um das mal vorsichtig auszudrücken.
Im Laufe der Schwangerschaft passte sie ihre Praxis immer wieder ganz entspannt ihrem sich verändernden Körper an und es war einfach der Wahnsinn zu sehen, dass sie noch am Tage des errechneten Geburtstermins (2 Tage später kam dann ihre Tochter gesund und munter zur Welt) Vrschikasana ausführte
Ich weiß, das gepostete Bild wird für eine Menge Diskussion sorgen, auch wenn man ihren Babybauch nicht sieht.
Ich zeige dieses Bild um Euch Mut zu machen immer Euer eigener Yogi zu sein und immer liebevoll auf Euch selbst zu hören.
Dann wird Eure Yogapraxis in jeder Lebenssituation angemessen sein, egal wie es für den außenstehenden Betrachter aussieht.
So und nun kommt Johanna selbst zu Wort.

Johanna:
Ich übe schon seit einigen Jahren Ashtanga Yoga und habe mittlerweile eine regelmäßige, wenn auch nicht tägliche Praxis. Als ich im letzten Frühling schwanger geworden bin habe ich mich bald gefragt, wie und ob ich weiter üben kann. Während Yoga generell während der Schwangerschaft empfohlen wird unterscheidet sich Ashtanga Yoga doch sehr von Schwangerschaftsyoga. Ich habe mich nach vielem Überlegen und Gesprächen mit meinem Partner, Holger und meiner Gynäkologin entschieden meine Praxis erstmal fortzusetzen und es auf mich zukommen zu lassen wie und wie lange es geht.

Geändert habe ich am Anfang meine Achtsamkeit und die Intention mit der ich geübt habe. Der Focus lag immer auf meinem Baby. Pauschal weggelassen hab ich erstmal nichts, sondern habe mich von meinem „Bauchgefühl“ leiten lassen. Die Praxis war von Tag 1 an anders: zuerst nur durch den veränderten Focus, später haben sich dann die Positionen verändert, manche musste ich weglassen, andere verändern, manches ist neu dazugekommen. Erstaunlicherweise gingen manche Asanas aber auch leichter als vorher und das nicht nur durch das mehr an Flexibilität. Geturnt habe ich bis zum Schluss und bis zum Schluss habe ich meine Praxis sehr genossen.

Das Highlight meiner „schwangeren Praxis“ waren die ersten Kindsbewegungen, die ich tatsächlich beim Yoga in Supta vajrasana gespürt habe und die Erfahrung, dass wir zu zweit stärker als ich allein waren: je mehr schwanger und je größer meine Tochter wurde, desto schöner wurden meine Handstände, die ich vorher nicht besonders gut konnte.

Insgesamt bin ich mit meiner Yoga Praxis fit, glücklich und gesund durch meine Schwangerschaft gekommen und ich bin sehr froh, dass Holger und Det mir die Gelegenheit gegeben haben bei Ihnen zu üben.

 

Danke liebe Johanna für das teilen Eiern Erfahrung.

 

Möchtest Du
Deine Yogapraxis auf ein neues Level heben?
Möchtest Du
ganz individuell in Deiner Yogapraxis gefördert werden?
Möchtest Du
in Zukunft ganz einfach immer und überall Yoga üben können.

Dann probiere doch mal Ashtanga, die Urform aller Yogastile.
Du wirst es lieben.

UNSER EINSTIEGSMODELL FÜR DICH:
SO 24.02.2018 – UM 14:30 UHR
2 STUNDEN EINFÜHRUNGSWORKSHOP + 1 PROBEMONAT

ZUM YOJO YOGA EINSTIEGSPREIS VON 55 EURO

ANMELDUNG UND FRAGEN UNTER
info@yojoyoga-hamburg.de

Ashtanga Yoga ist der Ursprung aller Vinyasa Yoga Stile.

Diese ausgesprochen sportlich, dynamische Trainingsmethode dehnt und stärkt nahezu jeden einzelnen Muskel im Körper, Flexibilität und Balance werden verbessert, Ausdauer und Lungenvolumen deutlich erhöht. Durch das fließende Aneinanderreihen der einzelnen Übungen wie an einer Mala kommt es zu einem meditativen Bewegungsfluss welcher sich vorteilhaft auf die Konzentrationsfähigkeit auswirkt.

Ashtanga Yoga ist das rundum Programm für Körper und Geist. Die positiven Effekte dieser intensiven Praxis wirst du sofort spüren. Keine Sorge, gerade weil diese Praxis so wunderbar intensiv ist, wird in unseren Klassen niemand überfordert. Es geht nicht um Talent und Leistung, sondern um die Hingabe an eine zu bewältigende Praxis. Ashtanga Yoga wird weltweit immer in dem gleichen System des MYSORE Stil, Einzelunterrichts in der Gruppe gelehrt. Wenn du dieses System einmal verinnerlicht hast, wirst Du Dich weltweit in jedem Ashtanga Studio zuhause fühlen und dort üben können.

Komm vorbei und begib Dich mit uns auf Deine Reise in die Welt des Ashtanga Yoga!

Yoga stand schon 2018 auf Deiner „bucket list“ aber es kam mal wieder was dazwischen?
Diesmal machst Du es besser, Du wartest einfach nicht ob Yoga vielleicht in dieses Jahr reinpassen wird, sondern Du gehst es sofort an.

Nimm Deine Neujahrsenergie und komm zu uns zum Ashtanga Yoga, egal ob Du ganz neu im Yoga bist oder schon länger praktizierst bei uns bist Du mit Deinem Vorhaben in guten Händen.
Komm vorbei und mach 2019 zu Deinem Jahr.

PROBIER UNSER EINSTIEGSMODELL:

SO 06.01.2019 UM 14:30 UHR
2 STUNDEN EINFÜHRUNGSWORKSHOP +1 PROBEMONAT!
ZUM YOJO YOGA EINSTIEGSPREIS VON 55,-€

ANMELDUNG UND FRAGEN UNTER
info@ yojoyoga-hamburg.de

Kurze Info zum Ashtanga Yoga:

Ashtanga Yoga ist der Ursprung aller Vinyasa Yoga Stile.
Durch das fließende aneinanderreihen der einzelnen Übungen wie an einer Mala kommt es zu einem meditativen Bewegungsfluss welcher sich vorteilhaft auf die Konzentrationsfähigkeit und Entspannung auswirkt.
Ashtanga Yoga ist das rundum Programm für Körper und Geist.
Die positiven Effekte dieser intensiven Praxis wirst du sofort spüren.
Keine Sorge, gerade weil diese Praxis so wunderbar intensiv ist, wird in unseren Klassen niemand überfordert. Es geht nicht um Talent und Leistung, sondern um die Hingabe an eine zu bewältigende Praxis.
Ashtanga Yoga wird weltweit immer in dem gleichen System des MYSORE Stil, Einzelunterrichts in der Gruppe gelehrt.
Wenn du dieses System einmal verinnerlicht hast, wirst du dich weltweit in jedem Ashtanga Studio zuhause fühlen und dort trainieren können.
Komm vorbei und begib dich mit uns ( Holger und Det) auf deine Reise in die Welt des Ashtanga Yoga!

In geführten Yogakursen turnt der Lehrer einzelne Asanas vor oder erklärt sie mit Worten und Ihr versucht diese nachzuahmen.
In den Mysore Stunden beim Ashtanga Yoga übt ihr jeden Tag bestimmte Asanas und trotz liebevoller Korrektur Eures Lehrers schleifen sich „Eigenheiten“ in Eure Praxis ein.

Wie oft habt Ihr Euch beim Yoga üben bei einzelnen Asanas immer mal wieder gefragt ob das gesund und anatomisch richtig ist, was ihr da macht.
Vielleicht fühlte sich die ein oder andere Asana im Nachhinein gar nicht gut an.

Wie oft habt Ihr Euch gefragt, was will diese oder jene komische Asana von mir, warum mache ich das überhaupt.

Diese und andere Fragen wollen wir mit Euch in diesem Workshop klären.

Dieser Workshop ist für alle Yogis und Yoginis, die ein tieferes Verständnis für die immer wieder vorkommenden üblichen Asanas bekommen wollen, dafür müsst Ihr keine Ashtanga Yogis sein, denn Uttanasana, Trikonasana, Virabhadrasana, Parvsakonasana, Paschimottanasana um nur ein paar Asanas zu nennen, kommen auch in allen anderen Yogatraditionen vor.
Tu Dir was Gutes und richte Dich neu aus, für Deine tiefere, gesündere, anatomisch sinnvollere Praxis.
Der Kurs ist auf maximal 10 Teilnehmer begrenzt.

Sonntag 09.12.2018
14:30 bis 16:30 Uhr
Kosten 30,-€

Wir freuen uns auf Euch und Eure Fragen.

Schicke Deinen Schweinhund auf die Matte

Der Herbst ist wie geschaffen um sich seinem Schweinehund zu ergeben
Dunkelheit, Nässe und Kälte sind Grundnahrungsmittel für ihn.
Das beste Mittel dagegen ist den Schweinehund auf die Matte zu schicken.
Nimm Deinen Schweinehund mit zum Ashtanga und verwandele ihm einfach in einen herabschauenden Hund.
Schwupps ist er weg!

UNSER EINSTIEGSMODELL FÜR ALLE SCHWEINEHUNDBESITZER:

SO 04.11.2018 – UM 14:30 UHR
2 STUNDEN EINFÜHRUNGSWORKSHOP + 1 PROBEMONAT
ZUM YOJO YOGA EINSTIEGSPREIS VON 55 EURO

ANMELDUNG UND FRAGEN UNTER
info@yojoyoga-hamburg.de

Ashtanga Yoga ist der Ursprung aller Vinyasa Yoga Stile.
Diese ausgesprochen sportlich, dynamische Trainingsmethode dehnt und stärkt nahezu jeden einzelnen Muskel im Körper, Flexibilität und Balance werden verbessert, Ausdauer und Lungenvolumen deutlich erhöht. Durch das fließende Aneinanderreihen der einzelnen Übungen wie an einer Mala kommt es zu einem meditativen Bewegungsfluss welcher sich vorteilhaft auf die Konzentrationsfähigkeit auswirkt.

Ashtanga Yoga ist das rundum Programm für Körper und Geist. Die positiven Effekte dieser intensiven Praxis wirst du sofort spüren. Keine Sorge, gerade weil diese Praxis so wunderbar intensiv ist, wird in unseren Klassen niemand überfordert. Es geht nicht um Talent und Leistung, sondern um die Hingabe an eine zu bewältigende Praxis. Ashtanga Yoga wird weltweit immer in dem gleichen System des MYSORE Stil, Einzelunterrichts in der Gruppe gelehrt. Wenn du dieses System einmal verinnerlicht hast, wirst Du Dich weltweit in jedem Ashtanga Studio zuhause fühlen und dort üben können.

Komm vorbei und begib Dich mit uns auf Deine Reise in die Welt des Ashtanga Yoga!

Vor kurzem illustrierte ich einen unser Beginner Workshops mit einem Foto welches meinen Kollegen Holger in Titibasana zeigt.

Prompt bekam ich ein paar nicht so nette Kommentare zu diesem Bild in Verbindung mit einem Yoga Beginner Workshop
Angeber Pose, viel zu schwer, das kann doch kein Anfänger das ist viel zu fortgeschritten, das schreckt total ab, reinstes Ego posing, immer diese Yoga Angeber, die extreme Asanas posten um sich zu feiern.

Lassen wir diese Kritik einfach mal so dahingestellt.

Die Kritikerinnen (sorry es waren tatsächlich nur Frauen die das Bild verärgerte) hatten mit einem Punkt auf jeden Fall Recht. Titibasana ist keine Anfänger Asana und das sieht auch jeder sofort.
Niemand der mit Yoga beginnt gibt sich der Illusion hin, diese Asana einfach so einnehmen zu können.
Aber was wäre denn im Sinne der obigen Kritikerinnen eine echte Beginner Asana?
Gibt es denn, überhaupt Beginner Asanas?
Oder ist das ein Trugschluss?

Zu Beginn jeder Yogapraxis, im speziellen im Ashtanga, steht der Sonnengruß.
Eine einfache Abfolge von Asanas, die jeder glaubt mehr oder weniger sofort mitmachen zu können.
Hätte ich also Asanas aus dem Sonnengruß als Aufmacher zum Beginner Workshop gepostet wäre die erlebte Kritik wohl ausgeblieben.

Die einzelnen Asanas des Sonnengrußes sind BASIC, da wären sich alle einig.
Keine der Kritikerinnen wäre zu obigen Kommentaren angestachelt worden

Sorry aber bei genauerer Betrachtung liegen sie komplett falsch.
Jetzt nicht gleich schimpfen, sondern weiterlesen 😉

Nicht umsonst sagt der Gründer des Ashtanga Yoga, Patthabi Jois:
„der Sonnengruß beinhaltet in sich eine gesamte Yogapraxis.“

Urdva Hastasana, Uttanasana, Ardha Uttanasana, Adho Mukha Svanasana, Urdva Mukha Svanasana, das alles sind sehr herausfordernde Asanas, die erst mal ganz einfach daherzukommen scheinen, bis zu dem Moment wo der Yogi diese Asanas richtig auslotet und vollständig in ihnen arbeitet.
Wenn ich nach locker 10.000 Sonnengrüßen all meine 10 Sonnengrüße die zu Beginn einer jeden Ashtangapraxis kommen in jedem Bewegungsdetail ganz langsam und achtsam praktiziere, dann bin ich danach oft schon  total bedient und kann getrost ins Savasana fallen.
Ist der Sonnengruß also wirklich ein Beginner Programm?
Gerade mitten im Sonnengruß wartet eine ganz besondere Herausforderung auf jeden übenden.
Chaturanga, übersetzt der viergliedrige Stock.
Wenn man davon ein Foto sieht,(siehe Bild am Anfang des Artikels) dann sieht das nach nix aus.

Wenn einen, wie in meinem Falle die Freundin darin fotografiert, man diese Position länger halten und für das Foto ganz besonders korrekt einnehmen muss, dann spürt man schnell am eigenen Leib die Herausforderung dieser Asana.
Titibasana sieht schwer aus, wird aber auch erst an den Schüler herangetragen, wenn er schon jahrelang übt.

Chaturanga ist eine „Tag eins“ Asana, wie alle Asanas aus denen sich der Sonnegruß zusammensetzt.
Diese Asana wartet nicht jahrelang in der Ecke auf den Schüler die kommt sofort auf ihn zu.
Ich habe viele Jahre Bankdrücken mit viel mehr als meinem Körpergewicht im Fitnessstudio gemacht, ich konnte locker 50 Liegestütze am Stück.
Ich dachte also ich könnte Chaturanga mit links, ist doch so ähnlich wie ein Liegestütz nur mit eng am Körper anliegenden Armen.
Super Idee!
Hochmut kommt vor dem erschöpften niedersinken auf den Boden.

Mal kurz zum Ablauf.
Aus der Planke werden die gestreckten Arme in den 90° Winkel gebracht wodurch die Ellenbogen auf Höhe des Bauchnabels kommen.
Anders als beim klassischen Liegestütz ist dieses eine Bewegung nach vorne unten.
Sonst kommen die Arme in einen Winkel deutlich unter 90°.
Das schöne ist, diese Bewegung stoppt im anstrengendsten Moment, wenn der Körper soweit abgesenkt ist, dass die Oberarme exakt auf Höhe des Rumpfes sind. ( hab ich schön geschrieben? Naja, schön ist relativ )

Hier mal die kleinen feinen Details des Chaturanga.
Ellenbogen ganz nah am Körper ohne an den Körper angepresst zu werden.
Schulterblätter auseinander in die Rückenmuskulatur eingesaugt, nach außen, hinten gezogen.
Nacken lang und weit.
Kopf, Rücken, Po und Beine eine Linie.
Der ganze Körper ein flaches Brett, nichts hängt durch, nichts wölbt sich nach oben, außer, wenn möglich der Bereich zwischen den Schulterblättern.
Beim absenken aus der Planke in Chaturanga sollen die Schulterblätter nämlich nicht zusammen rutschen und als Flügelchen aus dem Rücken heraustreten.
Auf keinen Fall sollen die Schulterblätter Richtung Nacken ziehen und die Schultern rund machen sonst bekommt man vom Chaturanga schnell mal Nackenverspannungen.

Die Zehen sind aufgestellt.
Die Fersen ziehen energetisch nach hinten.
Der Bauch ist nach innen gezogen.
Die unteren Rippen sind eingezogen.
Der gesamte Körper ist unter Spannung, fest wie ein Brett vom Scheitel bis zur Sohle.

Klingt das anstrengend? Ist es auch!

Damit nicht genug!

Nun gilt es diese Position zu halten, den Körper nach hinten zu schieben über die Zehen zu rollen und sich in den heraufschauenden Hund zu drücken.
Ich habe Bestimmt 2 Jahre gebraucht um diese Beginner Asana wie oben beschrieben einigermaßen korrekt auszuführen.
Ich ziehe meinen Hut vor meinen Schülern, müssen sie doch während ihrer Yogapraxis im Ashtanga  knapp 50mal eine Asana ausführen die aus eigener Erfahrung, anstrengender und fordernder ist als klassische Liegestütze.

Das ist wohl auch der Grund, warum ich dem Fitnessstudio kaum das ich mich auf Ashtanga eingelassen habe, tschüss gesagt habe.
Mir reichen meine täglichen Chaturangas als „workout“ (soll man ja nicht sagen im Yoga, ist es aber trotzdem ;-))  )

Das schöne ist, nach ein paar Tausend Chaturangas pro Jahr wird es irgendwann leichter, meistens wenigstens.
Aber dann ist man auch kein Anfänger mehr.

Supta Kurmasana heißt übersetzt, die schlafende Schildkröte.
Glücklich der Mensch, der in dieser Position loslassen geschweigen denn schlafen kann.
Wobei unsere Schülerin Petra diese Asana mit solch einer Entspanntheit ausführt, dass man geneigt ist zu glauben sie schlafe.
Supta Kurmasana wird ziemlich in der Mitte der ersten Serie des Ashtanga ausgeführt und ist eine Position, die definitiv abschreckend wirkt auf Yoga Einsteiger

Abschreckend ist mein Stichwort.

Am Sonntag nach meinem Workshop zum Thema Hüftöffnung kam ich mit einer Teilnehmerin ins Gespräch über ihre Yogapraxis. Sie strahlte mich, noch glühend von der intensiven Praxis der letzten 2 Stunden, an und erzählte mir, sie habe einige Jahre Hatha Yoga praktiziert sogar 2-3mal die Woche also schon ziemlich intensiv.
Wegen der Geburt ihres Kindes habe sie pausiert und wolle nun wieder anfangen.

Ich konnte nicht anders als ihr vorzuschlagen es doch mal bei uns bei Yojo Yoga mit Ashtanga zu versuchen.

ASHTANGA!

Riesen Zweifel überlagerte ihr Strahlen.
Sie habe sich mal die erste Serie Ashtanga, die Yoga Chikitsa (übersetzt heißt die erste Serie „Yoga Therapie“) angesehen und WOW, das wäre ja der Wahnsinn.
Das wäre ja 41 Asanas, eine schwieriger und abgefahrener als die andere.
Müsste man die alle immer praktizieren?
Das könnte sie nicht, nie und nimmer!
Das mache ihr Angst!

Diese Schülerin, das konnte ich im Workshop sehen gehörte nicht zu den Yoga Beginnern, sie hat schon erkennbar einiges an Yogapraxis hinter sich und trotzdem machte Ashtanga ihr Angst, lies sie zweifeln ob sie leisten könne, was Ashtanga  vermeintlich von ihr verlange.

Das ist genau das, was ich immer wieder höre.
Ashtanga gefährlich, hart, schwierig…..

Ich selbst habe, als ich mit 50 mit Ashtanga begann, gelesen man kann mit dieser Yogarichtung nach seinem 40sten Lebensjahr nicht mehr anfangen, der Körper wäre dann nicht mehr in der Lage diese Praxis zu verarbeiten.

Das ist natürlich Quatsch, wie ich an mir selbst jeden Tag erlebe.

Ashtanga ist im besten Fall ein Lebensweg den geht jeder auf seine eigene Weise nach seinen individuellen Möglichkeiten.

Ashtanga verlangt nichts.

Naja ok, nichts ist gelogen. Ashtanga verlangt Hingabe wir hatten es schon davon.
Aber auch hier ist es jedem selbst überlassen wieviel Hingabe er bereit ist zu geben und
wie die eigene Praxis aussehen soll.
Das kann ganz entspannt bis sehr dynamisch sein. Hier ist jeder Ashtangi sein eigner GURU

Ashtanga Yoga fängt man in ganz kleinen Schritten an.
Step by Step, Asana für Asana immer wieder erklärt, angeleitet und vorgemacht von einem erfahrenen Lehrer, der all die Asanas die er unterrichtet selbst „durchlebt“ hat.
Am Anfang steht für Ashtanga Neulinge deshalb eine eher kurze Praxis, der Schüler übt nur so viel wie sein Körper und Geist bewältigen kann.
Der Lehrer lernt über die Zeit jeden seiner Schüler intensiv kennen und begleitet ihn Asana für Asana in seiner ganz persönlichen Entwicklung.
Auf diese Weise macht sich der Schüler über Jahre die Ashtanga Serie Asana für Asana zu eigen.

Zurück zur schlafenden Schildkröte, Supta Kurmasana, eine sehr herausfordende Asana in der Mitte der ersten Serie.
Einige Schüler werden vielleicht niemals so in diese Asana hineinkommen wie hier auf dem Foto von Petra zu sehen. Petra, die in dieser Asana tatsächlich ausruhen wenn nicht gar schlafen kann hat daran Jahre intensiv geübt, damit sie das kann.
Ok schlafen in dieser Pose ist wohl dann doch, egal für welchen Yogi, eher unbequem.
Darauf kommt es auch nicht an.

Ashtanga ist für den Menschen da und nicht der Mensch für Ashtanga, darum gibt es im Ashtanga eine Vielzahl von Modifikationen einzelner Asanas als Vorbereitung oder Ersatz von Asanas, die der Schüler noch nicht einnehmen oder nie einnehmen werden kann.

Und trotzdem übt der Schüler die 1. 2. oder …. Serie

Es geht im Ashtanga nicht darum sich dramatisch zu verbiegen. Auch wenn von außen betrachtet so erscheint. Es geht darum in Bewegung zu meditieren und vielleicht fällt uns nach Jahren hingebungsvoller Praxis die ein oder andere von außen betrachtete dramatische Verbiegung als „Geschenk“ in den Schoß.
Das ist dann nett aber nicht wichtig. Die Asanas in ihrer Komplexität sind meiner Meinung nach dazu gedacht uns wach zu halten, uns klar zu machen das wir auf einer langen Reise sind bei der es keinen Sinn macht auf das Ende zu schielen, sondern im besten Fall 6 Tage die Woche Schritt für Schritt diese Reise zu genießen.

Wenn wir uns vorstellen wie wollten die Welt zu Fuß umrunden, dann würden wir niemals aufbrechen, wenn wir die 40.000 Kilometer Erdumfang im Kopf hätten. Aber wenn wir einfach losgehen, uns auf den Weg machen, jeden Tag ein bisschen, dann sind wir irgendwann um die Erde rum.

Niemand muss Ashtanga Yoga zurückschrecken.

Einfach machen was geht und wieder machen was geht und wieder machen was geht………
Irgendwann ist man dann um die Erde rum
So einfach ist Ashtanga.